Aus Ja-Woll.de wird Salzwasserwege.de

Es ist ein Schritt, der schon länger in unseren Köpfen herum geisterte.
Irgendwie passte Ja-Woll.de, der Domainname den wir seit weit über 20 Jahren hatten, nicht mehr. Nur wie sollte unsere neue Internetadresse lauten? Irgendwie soll sie unsere Liebe zum Meer wieder spiegeln meine Seite zur Ostsee und Heike zur Nordsee und unsere gemeinsame Liebe dem Atlantik Frankreichs.

Nach vielen Vorschlägen und Ideen sagte Heike: Salzwasserwege und in dem Moment war es klar, keine Diskussion, kein rum Reden, keine Bedenken. Es drückt einfach unsere Liebe zum Meer aus, es ist unser Lebensweg, Heike von Büsum, ich von Großenbrode, im Urlaub am Atlantik und jetzt im Alter an der Nordsee auf der Insel an Land, Nordstrand.

Wie durch ein Wunder war die Domain auch noch frei und so haben wir sie uns sofort unter den Nagel gerissen.

Seit ein paar Tagen sind wir jetzt unter Salzwasserwege.de im Netz zu erreichen und die alte Domain läuft so langsam aus.

Letztendlich ist es wieder ein neuer Weg nachdem wir unser Wohnmobilleben an den Nagel gehängt haben und uns jetzt unserer Heimat und hoffentlich bald auch wieder der Bretagne voll und ganz zuwenden können.

Neue Wege erfordern Mut, Arbeit aber sie entstauben auch das Oberstübchen, neue Wege bringen neue Ideen, kreative Gedanken und neue erweiterte Sichtweisen.

Nu hebbt wi den Salat! -Grööntüch vunne Insel

Gröntüch

Als wir im April 2019 nach Nordstrand gezogen sind, fehlte eine für uns wichtige Sache, Gemüse vom Feld. Es müsste nicht Bio sein aber frisch vom Feld hätte schon was. Tja und was haben wir jetzt hier auf der Insel an Land? Grööntüch, Biogemüse frisch vom Feld! Genau unser Ding!
Fünf engagierte Damen haben zusammen mit Momme Elsner die Idee gehabt, Bio-Gemüse anzubauen und auch direkt vom Acker zu vertreiben und so entstand das Grööntüch vunne Insel.

Zwei mal in der Woche sind die Damen und Momme auf dem Feld anzutreffen und man kann nach Herzenslust „shoppen gehen“

Das Feld findet ihr in Elisabeth-Sophien-Koog 1, Hof Eckstedt
Mittwochs von 15 bis 17 Uhr und Samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr ist Verkauf auf dem Feld.

Er ist nicht mehr bei uns, für uns ein neuer Lebensabschnitt ein Abschied vom Wohnmobil

TirNaNOg
TirNaN’Og in St. Pierre Quiberon auf dem Camping le Rohu

Wir haben uns von unserem Traum getrennt, die Zeit war einfach gekommen und der Traum hat Engelflügel bekommen und sich etwas Neues gesucht und so ist unser Wohnmobil in neue, ganz liebe Hände gegangen.

Etwas Wehmut ist schon da aber wir müssen es auch realistisch sehen weil wir es einfach nicht mehr richtig nutzen. Die vielen Wochen und Monate auf Reise waren wirklich schön aber so auf Dauer ist es einfach nicht mehr unser Ding.

Die Zeit geht ständig neue Wege und wenn wir unser Leben nicht anpassen und aus dem puren Ego heraus an etwas fest halten, hinter dem wir nicht mehr stehen, führt der Weg in eine Sackgasse. Das ist absolut nicht unser Ding.

Bulli am Deich am Holmer Siel
Bulli am Deich am Holmer Siel

Also haben wir uns für „back to the roots“ entschieden, mit VW Bulli und wohl einem Wohnwagen, wie zu Anfang als wir mit unserem Renault Kastenwagen R4F6 unseren Wohnwagen zogen.

DSGVO Datenschutz-Grundverordnung

Die DSGVO ist zur Zeit ja in aller Munde und fast jeder der im Internet unterwegs ist hat schon davon gehört.
Jede Webseite muß eine DSGVO konforme Datenschutzerklärung aufweisen. Eine Datenschutzerklärung benötigte man auch schon vorher aber jetzt ist sie wesentlich verschärft worden.
Besonders bei der Erhebung personenbezogener Daten muß man als Seitenbetreiber sehr aufpassen alles konform umzusetzen.
Daher haben wir uns entschieden die Registrierungs-, Anmelde-  und Kommentarfunktion im Blog vorerst zu deaktivieren. So werden auf unserem Blog keine personenbezogene Daten erhoben und gespeichert, außer denen die unser Provider des Gesetzeswegen sowieso sammeln muß.
Damit ist der Blog etwas „lebloser“ geworden aber wir sind mehr auf sicherem Boden.
Wenn sich die ganze Sache etwas beruhigt hat und etwas mehr Klarheit im Dschungel erschienen ist, werden wir die Kommentarfunktion sicher wieder aktivieren.
Irgendwelche Likebuttons zu Facebook, Google, usw. werdet ihr hier auch nicht finden und Videos aus YouTube werden nur noch per Vorschaubild verlinkt und nicht eingebettet.
Wenn ihr uns also kontaktieren möchtet dann bitte per Mail (siehe Impressum) oder per Facebook.

Genießt das Frühjahr, den Sommer, die Sonne und das Leben

Herzensgrüße
Heike und Hänschen

Friedrichskoog ein Fischerdorf ohne Hafen

Friedrichskoog Hafen
Friedrichskoog Hafen

Fiedrichskoog, oder auch kurz Friekoog. Es ist ein kleiner Fischerort an der Nordseeküste in Dithmarschen. Wer sich an Seehunden erfreut wird auch sicher einmal etwas von der Seehundaufzuchtsstation gehört haben, ja die ist in Friedrichskoog.

Wir sind wieder einmal in Büsum, Heikes Heimatort und genießen das touristische Treiben. Zum touristischen Treiben gehört auch Radfahren, das kann man hier besonders gut, vielleicht auch weil die höchsten landschaftlichen Erhebungen die Deiche sind, ansonsten ist es hier platt wie auf dem Wasser. Wenn der Wind mit spielt, dann ist Radfahren ein purer Genuß. Ich schwinge mich also auf den Sattel und radel vor dem Deich Richtung Meldorfer Speicherkoog, am Surfrevier am neuen Meldorfer Hafen und dann weiter an der ehemaligen Insel Helmsand vorbei Richtung Friedrichskoog. Hier vor dem Deich treffe ich nur noch auf Schafe, Menschen ist der Weg meist zu weit. Wer die Einsamkeit liebt ist genau hier bestens aufgehoben. Büsum liegt jetzt nordwestlich und schimmert im Morgenlicht. Ein Stück hinter dem Siel „Steertloch“geht es dann einmal quer über die Halbinsel direkt in das Dorf Friedrichskoog.

Hafen Friekoog 2017
Hafen Friekoog 2017

Als ich zum Hafen komme trifft mich der Schlag, aber eigentlich war ich ja darauf vorbereitet, aber das es jetzt, verzeit mir den Ausdruck, so scheiße aussieht, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Kein Boot, nicht mal eine Nußschale, keine Menschen, die Werft ist verwaist aber der Hammer ist der Abrißbagger am Siel! Lange haben die Friedrichskooger gegen diese Hafenschließung gekämpft und so wie es aussieht, scheint der Kampf vergebens, aber etwas Hoffnung haben die Friekooger und ich auch noch! Mich hat es fürchterlich aufgeregt das auf Grund der angeblichen Unwirtschaftlichkeit diesem Hafen das Ende gesetzt wurde. Wer sich mit dem Thema weiter auseinandersetzen möchte, der möge sich hier informieren: Deichwelt.

Der Wal Friedrichskoog
Der Wal Friedrichskoog

Mir treibt es die Tränen in die Augen, denn schon wieder wird ein Stückchen Heimat der angeblichen Wirtschaftlichkeit geopfert. Alte Traditionen verschwinden für immer und statt dessen gibt es einen Wal-Indoorspielplatz in Friedrichskoog! Architektonisch ist das Teil ja ganz witzig, aber statt das die Kinder sich an der frischen Luft bewegen sollen, werden sie in eine riesige Halle gesperrt wo sie „Fun“ haben sollen! Was ich davon halte? Ich sag es lieber nicht. Mal sehen wie lange das Teil wirtschaftlich ist….
Friedrichskoog hat ja aber noch die Seehundaufzuchtstation, die wirklich einen Ausflug wert ist. Einen Ausflug, richtig. Morgens kommen sie in Scharen angebraust und Abends ist der Ort wieder verwaist. Auch nicht so prickelnd finde ich.

Schleuse Friedrichskoog
Die Abrissarbeiten an der Schleuse

Irgendetwas läuft in unserem Schleswig-Holstein bannich verquer. Der Friedrichskooger Hafen wird geschlossen, die Traditionsschiffahrt steht auch, dank unseres Bundesverkehrsministers, durch überzogene Vorschriften auf Messerschneide und um Fehmarn herum soll dem Hochseeangeln der Hals abgedreht werden. Ach ja, dann sind da ja noch die Kiter, die um ihre Reviere bangen müssen! Da geht es dann zwar nicht um die Wirtschaftlichkeit dort schlägt der, in meinen Augen, übertriebene Naturschutz zu. Wir, die Menschen die hier leben, werden einfach über den Schnabel gefahren. Die Wahlversprechungen klingen immer gut, aber danach kommt der große Hammer und alles ist vergessen!

Versteht mich nicht verkehrt, ich habe nichts gegen den Umweltschutz, ich bin auch Mitglied bei Greenpeace (jetzt ausgetreten und bei der Deutschen Gesellschft zur Rettung Schiffbrüchiger eingetreten), aber wenn wir als Bürger nicht mehr für voll genommen werden dann stimmt hier eine ganze Menge nicht mehr!
Was bleibt denn noch übrig? Herausgeputzte Touristenorte, Häfen die mit Yachten vollgestopft sind und krampfhafte Versuche der Gemeinden an noch mehr Besucher zu kommen. Die Basis, unserer Heimat, die Traditionen können nicht mehr gelebt werden, sie sterben aus und werden vielleicht noch in Vereinen hoch gehalten.

Dieser ganze Regulierungswahn macht das Leben nicht gerade lebenswerter. vielleicht etwas mehr Selbstverantwortung bitteschön?
Ehrlich gesagt kotzt mich diese Entwicklung richtig an!
Eine sehr interessante Facebookseite mit aktuellen Info’s ist: We love Nordseekrabben und unser Wattenmeer

Bevor ich zum Ende komme habe ich noch eine Sache auf dem Herzen.
Es wird immer sehr gerne gemotzt, gerade in den sozialen Netzwerken wie Facebook. Die Empörung wird allzu gerne geteilt, ohne das sich einer dieser Motzer mit dem Thema richtig auseinandersetzt und nur die Schuld bei den Anderen sucht. Nehmen wir mal die Bauern. Da wird dann gemeckert das sie das Pflanzengift Glyphosat (Roundup, Unkrautex) einsetzten und es wird in großem Stil Tierzucht betrieben um nur zwei Beispiele zu bringen. Warum machen die Landwirte das denn? Sie kämpfen um ihr überleben! Der Preisdruck bestimmt die Wirtschaft! Sie sind nicht der Buhmann das es heute so ist, sondern wir, ja du und ich, denn nur mit unserem Konsumverhalten können wir etwas ändern!
Wenn wir nur „billig und viel“ wollen bitteschön…..

Habt noch einen schönen Tag!