Abschied

Rumkaspern am long beach
Rumkaspern am long beach
In die Ferne blicken
In die Ferne blicken
Wellenspaß!
Wellenspaß!
Den Herbst genießen
Den Herbst genießen

Es ist mal wieder der Tag des Abschieds gekommen, aber es ist nur ein Zwischenabschied, denn Morgen wollen wir Lorient noch einen Besuch abstatten, denn dort wohnt eine ganz liebe Freundin. Natürlich stehen dort noch Coopbreizh und der Irland Laden auf dem Programm und selbstverständlich noch zum U-Boothafen und zum richtigen Hafen. Mal sehen was auf uns zu kommt. Dann geht es auf jeden Fall wieder zurück in den Norden, aber nur ganz langsam und wenn das Wetter mit spielt wollen wir noch einen Schlenker über den Normandiespitze machen. Wir haben es in all den Bretagnejahren noch nie gerafft die Halbinsel zu besuchen. Vielleicht klappt es ja dieses mal.
Es ist gar nicht so einfach sich von der Halbinsel Quiberon los zu reißen, denn das Wetter ist traumhaft, wir sitzen Abends immer noch mit offener Wohnmobiltür bis wir zu Bett gehen. Solch ein Wetter haben wir hier noch nicht erlebt. Wenn Heike an 2000 zurück denkt, als sie alleine hier war, ist es kaum zu vergleichen. Sie hatter da schon im Septemper tüchtig geheizt und als ich sie im Oktober besuchen wollte bettelte sie mich an Brikett mit zu bringen da hier keine zu bekommen waren. Als ich damals in Lorient am Hafen an kam stand ihr alter 608 ¨Düdo¨ auf einer einsamen Insel umgeben von Wasser, so stark hatte es geregnet. Das war damals aber normal! Wir lieben von daher die Klimaerwärmung! 🙂

Die Gegend erkunden

Quiberon036
Hinkelstein an der Côte Sauvage
In Port Haliguen
In Port Haliguen
Fischkutter in Port Haliguen
Fischkutter in Port Haliguen
Der Tonnenleger Roi Gradlon
Der Tonnenleger Roi Gradlon
Der Fischer und das Schloss
Der Fischer und das Schloss
Die Leiter
Die Leiter
Filets bleus
Filets bleus (Fischernetze)
Filets Bleus
Filets Bleus
Hafenalltag
Hafenalltag
Das Schiffsnummernschild
Das Schiffsnummernschild
Port du Peche (Fischereihafen)
Port du Peche (Fischereihafen)
Hummerkörbe
Hummerkörbe
Der Leuchtturm von Port Haliguen
Der Leuchtturm von Port Haliguen
Kurz vor Sonnenaufgang an der chichi Seite
Kurz vor Sonnenaufgang an der chichi Seite
Sonnenaufgang!
Sonnenaufgang!
Die Côte Sauvage
Die Côte Sauvage

Quiberon ist eine Halbinsel, manche sagen die Halbinsel von der Halbinsel von der Halbinsel, weil die Bretagne ja auch schon eine Halbinsel ist und der erste Zipfel bis Penthievre auch Eine. O.k.
Das Besondere an Halbinseln und Inseln ist meist das die Entfernungen zum Meer sehr gering sind, und die Halbinsel Quiberon bildet hier keine Ausnahme. Die Enge Stelle, wie wir sie nennen, zwischen Penthievre und Kerhostin ist wirklich eine enge Stelle, geübte Fussballer werden den Ball mit einem Kick rüber ballern können. Das wird wohl auch die Stelle gewesen sein die zu der Zeit unter Wasser stand als die Halbinsel Quiberon noch eine Insel war. Aber das ist zu lange her als das sich da noch jemand dran erinnern könnte. Aber die Halbinsel ist lang! Ich hab nicht nachgemessen, auch die Breite nicht, die nur einen Bruchteil der Länge entspricht. Kurzum die Halbinsel Quiberon ist lang und Gertenschlank. Mit dem Fahrrad kann man sie leicht umrunden. Das tolle ist das sie zwei ganz unterschiedliche Küsten hat, die Côte Sauvage, die wilde Küste, und die Chichi Küste, das ist die Südseite. Die Nordseite ist durch seinen wilden Verlauf und die steilen Felsabgründe überall bekannt. Der markanteste Punkt ist bei der „Urine“ (Ruine). Hier wurden schon so einige Filme gedreht und die Küste ist hier wirklich am schönsten. Hier tummeln sich an den kleinen Stränden Port Blanc, Port Rhu und Port Bara fast zu jeder Tageszeit unmengen an Surfern (Wellenreiter) und es macht viel Spaß den Jungs und Mädchen zuzuschauen. Auf de Chichi Seite ist auch oft was los, nämlich wenn wir Springtide haben und bei Ebbe große Flächen der Strände frei liegen. Hier ist dann der Treffpunkt für die Muschelkleier wei wir sie nennen. Über all zwischen den Steinen und dem Seetang wird nach irgendwelchen Muscheln, Krabben und Krebsen herumgesucht um den Speiseplan zu füllen. Also ein ganz anders Bild als an der Côte Sauvage, dafür friedlicher und zugleich wundervoll um in Ruhe im Meer zu schwimmen. Der Ort Quiberon hat im Grunde nicht viel zu bieten. Es ist ein richtiges Touristenstädtchen und wirkt im Herbst durch die ganzen, meist hässlichen und leerstehenden Ferienbauten wie ausgestorben. Wer mehr das Urtümliche sucht der sollte vor dem Ort Quiberon die beschaulichen Ker-Dörfer durchstreifen, wie Kerné, Kernavest usw. Die sind richtig niedlich. Ach ja, ich habe ja den Hafen vergessen, hier kann man auch etwas verweilen und dem Fährbetrieb zu den Inseln Belle Ile, Hoedic und Houat zu schauen. Die lange Hafenmole ist bei Nordweststurm sehenswert, wenn die Brecher ihre Gischt daran hochschleudern. Der zweite Hafen Port Haliguen liegt auf der Chichiseite und ist fast ein reiner Freizeithafen, uns wurde erzählt das man zehn Jahre auf einen Liegeplatz warten müsste. Die Fischereiboote machen leider nur noch einen Bruchteil aus.
Ja, und das allerwichtigste zuletzt! Unsere Gemüsehöker Gwenola und Yves. Die Beiden haben mit Sicherheit das beste Gemüse ganz Europas, wenn nicht der Welt! So etwas tolles haben wir noch nicht wieder gefunden und es ist für uns der wichtigste Grund immer wieder hier her zu kommen. Probiert es aus wenn es euch hier her verschlägt. Hinter dem Parking du Semaphore am Orsteingang Quiberons die erste Straße rechts rein, am Semaphore (Überwachungsturm) vorbei nach Kernavest. In der letzten Rechtskurve geht es links auf den Hof.

Strandspaziergang

Die Weite des Meeres
An einem Strand der endlos scheint wandern
Nur das Rauschen der Wellen hören
Das immerwiederkehrende Bild der kommenden Wellen
In diese Unendlichkeit versinken
In diese Ruhe versinken
Die Gedanken ziehen lassen
Keine Ängste, Sorgen, Termine und Pflichten
Alles gehen lassen
Nur noch in sich selber hineinspüren
In einer anderen Dimension dahinschweben

Ebbe

Die Gezeiten spielen an der bretonischen Küste eine große Rolle und haben auch nichts mit den ostfriesischen Gezeiten zu tun, denn anders als in Ostfriesland kommt das Meer nicht alle 12 Stunden um zu schauen ob die Bretonen noch da sind, nein es ist der Mond der das auf und ab des Wassers hervorruft. Besonders beeindruckend sind die Springtiden. Das sind die Tiden die zu Voll und Neumondzeiten stattfinden und einen besonders hohen und niedrigen Pegel aufweisen. Diese Springtiden erkennt man daran das direkt an den Küstenstraßen massen an Autos kreuz und quer parken und ebensolche Menschenmassen in Gummistiefeln mit Harken, Spaten und sonstigen Buddelzeugs den freigelegten Meeresgrund nach irgendwelchen Krabbel und Muscheltieren durchforsten. Wir hingegen begnügen uns mit dem sagenhaften Anblick der Küsten.