Das Pipicaca-Projekt 2.0

Die Kloschüssel
Die Kloschüssel

Kaum sind wir wieder zu Hause angekommen haben wir uns auf dieses sehr erfreuliche Thema gestürzt. Den einführenden Beitrag findet ihr hier: Drück mich.

Der Kackaeimer
Der Kackaeimer

Bisher haben wir immer ein Porta Potti benutzt, aber wenn man länger autark stehen möchte sind die Reserven bei dieser Lösung doch recht schnell erschöpft und wir mussten uns einfach zu oft um eine Entsorgungsmöglichkeit kümmern. Vom Volumen her sind die flüssigen Bestandteile das größte Problem, da es in weit aus größeren Mengen anfällt.
Also muß zwischen fest und flüssig getrennt werden. Die Firma Separett bietet dafür viele Möglichkeiten, vom ganzen Klo bis zum Trennsitz. Wir nehmen nur den Trennsitz und basteln uns den Rest selber zusammen.

Der Pipitank
Der Pipitank

Wir haben fast alles in der Halle herum liegen, aber leider ist der Tank den wir noch haben fünf Zentimeter zu lang. Also musste ein neuer her und den haben wir direkt vor die Hinterachse gebaut unter dem Klo. Das Sitzgestell ist aus Sperrholz und so ist es weiter kein Problem, nur das noch die Gasleitung etwas verlegt werden muß und den Spritzschutz der Hintersachse habe ich auch gleich noch höher angebaut.
Eine Entlüftung haben wir noch nicht, denn wir glauben das wir auch ohne auskommen. Der Eimer hat einen ziemlich gut schließenden Deckel und den Beutel, dar in den Eimer kommt,  kann man nach dem Geschäft ja auch zügig entsorgen. Mal sehen, denn wir fahren am Sonntag nach Flensburg und da können wir das praxisgerecht ausprobieren. 🙂

Das Pipicaca-Projekt

Pipicaca

Jeder der auf Campingtour ist kennt das Pipicaca-Problem. Eigentlich ist es von sich aus kein Problem, so lange es nicht irgendwo aufgefangen werden muss. Diejenigen, die auf Campingplätzen verweilen können auf die fest verbauten Örtchen ausweichen. Will man aber mit einem Wohnmobil frei, oder auf Stellplätzen stehen, wird man diese überdachten Einrichtungen in aller Regel vergeblich suchen. Dafür gibt es die mobile, im Fahrzeug fest verbaute Version, das Porta Potti oder auch Chemietoilette, oder wie Werner es passend ausdrückt die Chemiekloake.  Der große Nachteil dieser Klolösung ist, das man alle paar Tage mit seinem Töpfchen eine Entsorgungsstation anfahren muss.

Es gibt aber auch Alternativen die nur nicht so richtig bei den klassichen Wohnmobilisten verbreitet sind. Deswegen hatten wir uns auch kein fest in das Fahrzeug eingebautes Kassettenklo geleistet, weil wir eigentlich etwas anders suchten, es ist bisher also nur eine gewisse „Zwischenlösung“. Und wie es mit Zwischenlösungen oder Provisorien so ist, es bleibt erst einmal so und Jahrein und Jahraus sage ich mir wir müssten mal. 😉
Jetzt habe ich aber eine simple Idee um das Pipicaca Problem wesentlich zu entschärfen. Die nächsten Wochen bleibt es auch eine Idee, aber wenn wir wieder zu Hause sind geht es zur Sache und das alte Portapotti kann endlich raus fliegen. Es wird auch kein großer Aufwand sein, es ist im Grunde ganz einfach. 🙂

Herzchen

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen als es noch die berühmt berüchtigten Plumpsklos, die mit dem Herzchen in der Tür gab. Unseres war nur von außen zugänglich und Licht gab es dort auch nicht, brauchte man auch nicht, da es für die Nacht Pischtöpfe gab.
Das Prinzip ist das gleiche, nur das das Pipi vom Caca getrennt aufgefangen wird. Das ist nämlich der entscheidende Unterschied zum herkömmlichen Camping Kassettenklo. Pipi wird in einem Unterflurtank aufgefangen und Caca wandert in einen, mit einem Beutel ausgeschlagenen Eimer. Das war’s auch schon. Die eigentliche Herausforderung ist das Trennen, aber man bekommt solch einen Trennsitz von der Firma Separett. Einen Tank haben wir noch liegen und eine Holzkiste mit einer Entlüftung ist schnell gezimmert.
Lassen wir uns überraschen.