Aus Ja-Woll.de wird Salzwasserwege.de

Es ist ein Schritt, der schon länger in unseren Köpfen herum geisterte.
Irgendwie passte Ja-Woll.de, der Domainname den wir seit weit über 20 Jahren hatten, nicht mehr. Nur wie sollte unsere neue Internetadresse lauten? Irgendwie soll sie unsere Liebe zum Meer wieder spiegeln meine Seite zur Ostsee und Heike zur Nordsee und unsere gemeinsame Liebe dem Atlantik Frankreichs.

Nach vielen Vorschlägen und Ideen sagte Heike: Salzwasserwege und in dem Moment war es klar, keine Diskussion, kein rum Reden, keine Bedenken. Es drückt einfach unsere Liebe zum Meer aus, es ist unser Lebensweg, Heike von Büsum, ich von Großenbrode, im Urlaub am Atlantik und jetzt im Alter an der Nordsee auf der Insel an Land, Nordstrand.

Wie durch ein Wunder war die Domain auch noch frei und so haben wir sie uns sofort unter den Nagel gerissen.

Seit ein paar Tagen sind wir jetzt unter Salzwasserwege.de im Netz zu erreichen und die alte Domain läuft so langsam aus.

Letztendlich ist es wieder ein neuer Weg nachdem wir unser Wohnmobilleben an den Nagel gehängt haben und uns jetzt unserer Heimat und hoffentlich bald auch wieder der Bretagne voll und ganz zuwenden können.

Neue Wege erfordern Mut, Arbeit aber sie entstauben auch das Oberstübchen, neue Wege bringen neue Ideen, kreative Gedanken und neue erweiterte Sichtweisen.

Zu Hause

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Das Schloß in La Chapelle d’Angillon 🙂

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Der Stellplatz in Blankenheim

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Auch wenn’s kalt ist 🙂

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Der Stellplatz Waldwinkel bei Bramsche

Quer durch Frankreich geht es weiter Richtung Luxemburg. Das Wetter ist prima, nur die beiden Streckenabschnitte sind eindeutig zu lang. Mehr als 250 Kilometer pro Tag sind einfach nur stressig und das nächste mal werden wir es in drei oder vier Etappen machen. Auch der Verkehr stresst mehr als in Spanien weil die Straßen einfach viel voller sind und es wird hektischer gefahren.
Auf der mautfreien A20 werden wir von einer Gendarmeriepatrouille gestoppt die am Straßenrand auf potentiell auffällige Verkehrsteilnehmer wartet. Ich darf das erste mal in meinem Leben „pusten“ und ein Drogenschnelltest ist auch noch angesagt, dann zehn Minuten auf des Ergebnis warten. Der Gendarmin und dem Gendarmen tut das Warten in der Sonne sichtlich gut und ihr blasser Teint kann sich etwas auffrischen. 😉 Natürlich ist alles clean, kein Alk und keine Drogen feststellbar, und unser Wohnmobil finden sie klasse. 😉
Einen netten Übernachtungsplatz finden wir in La Chapelle d’Angillon an einem kleinen See und einem Château.
Am nächsten Morgen geht es weiter nach Pont-à-Mousson. Hier haben wir schon einmal auf der Fahrt in den Süden vor zwei Jahren übernachtet. Wie Heike es schon vermutet, der Stellplatz ist voll und 9,50 € sind uns auch zu viel. Also stehen wir auf einem Parkplatz unweit des offiziellen Stellplatzes. Das Wetter ist sommerhaft und bis spät Abends nutzen wir den freien W-Lan Zugang bei einer Imbisskette. Nachts fängt es an zu regnen, das schöne Wetter ist also erst einmal vorbei und wenn man auf die Wetterkarte schaut wird sich in den nächsten Tagen auch nichts ändern, im Gegenteil.
Nachdem wir in Luxemburg die ziemlich leeren Tanks gepeppelt haben finden wir südlich von Köln in Blankenheim einen ruhigen Platz für die Nacht. Am nächsten Morgen liegt ein klein wenig Schnee, so kalt ist es geworden.
Bei herrlichem Schauerwetter geht es weiter gen Norden. Unser letztes Etappenziel ist der Stellplatz Waldwinkel bei Bramsche. Das weschselhafte Spiel zwischen Sonnenschein und Regen begleitet uns die ganze Zeit aber wir können hier trotzdem wunderschön spazieren gehen. Wenn es etwas wärmer wäre würden wir sicher noch einen Tag bleiben aber wir fahren am nächsten Morgen weiter.
Tja, und jetzt sitzen wir nach acht Monaten wieder im Steinhaus und versuchen die Bude warm zu bekommen. Im Wohnmobil ist es irgendwie viel einfacher finde ich. Es ist erstaunlich mit wie wenig man auskommen kann. 🙂